Dienstleistung

Hydrophobes Labyrinth – wasserabweisend durch Plasmabeschichtungen

Mit «Blitz und Donner» verbinden wir meist Chaos und Verwüstung. Blitze können jedoch für wissenschaftliche Zwecke im Labor gezähmt werden und eröffnen als Plasma ungeahnte Möglichkeiten für Oberflächen. Kommen Sie vorbei und lernen Sie das Potential von Plasmabeschichtungen «spielend» kennen.

Das Institut für Nanotechnische Kunststoffanwendungen FHNW (INKA) hat mit dem Laborsystem PTU 1212 von der Firma Plasmatreat GmbH eines der neusten Geräte auf dem Markt. Die kontinuierliche Plasmaentladung unter Umgebungsbedingungen ermöglicht eine einfache und kosteneffektive Implementierung in existierende industrielle Produktionsanlagen.

Neue Möglichkeiten durch Plasma

Plasma hat einzigartige Eigenschaften und kann in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden. Bei Arbeitsschritten wie Verkleben, Bedrucken und Hinterspritzen, welche unter Inkompatibilität von Materialien oder schlechter Benetzbarkeit mit Klebstoffen oder Lacken leiden, kann eine Vorbehandlung mit Atmosphärenplasma oft Abhilfe schaffen.

Zusätzlich kann auch die Oberflächenchemie gezielt mit Plasmabeschichtungen gestaltet werden, um beispielsweise Oberflächen wasserabweisend zu machen. Erleben sie diesen Effekt und testen Sie Ihre Geschicklichkeit mit dem hydrophoben Labyrinth am Stand E2149.

Umweltfreundliche Oberflächenfunktionalisierung

Plasmabeschichtungen ermöglichen innovative Lösungen in Bereichen wie z.B. Benetzung, Haftung, Elektrostatik und Mikrobiologie, da nur die äusserste Schicht chemisch verändert wird. Z.B. Die Brille beschlägt nicht mehr, bleibt aber weiterhin transparent. Die Verklebung zweier Materialien wird stark verbessert, ohne dass die Festigkeit der Materialien verändert wird. Bio-Polymere werden bedruckbar, ohne dass ihre Abbaubarkeit verändert wird. Weiterhin spart Plasma als trockener Prozess Chemikalien, womit chemischer Abfall entfällt und die Sicherheit für Mensch und Umwelt steigt.

Das INKA treibt die Innovation weiter und erforscht, wie Oberflächen mit «Blitzen» massgeschneidert für die jeweilige Anwendungen kreiert werden können.

Öffentlicher Applaus von Nutzer*innen

  • 1 Stephan Borell V-ZUG AG, Switzerland, Entwicklungsingenieur